openSPOT 2 Testbericht von OE8VIK Stand: 06.11.2018

Am Freitag bestellt, am Montagmorgen geliefert. Der openSPOT 2 wird in einer kleinen Schachtel geliefert. Als erstes war ich überrascht, wie klein und vor allem leicht der openSPOT 2 ist. Eines vorweg: Der openSPOT 2 hat keinen eingebauten Akku. Das Bild, in welchem der Herr den openSPOT 2 in die Hosentasche steckt, verwirrt. Der openSPOT 2 wird mit einem USB Kabel geliefert, welches in das ebenfalls beiliegende Netzgerät mit USB Anschluss gesteckt wird. Dem Netzgerät werden mehrere Stecker beigelegt, damit man im Urlaub einfach den Stecker für die Steckdose wechseln kann. Ein sehr guter Einfall!

Die Installation ist sehr einfach. Dem openSPOT 2 Strom geben und los geht’s. Der openSPOT 2 sendet im nichtkonfigurierten Zustand ein WLAN Signal aus. Es hat den Namen openSPOT2 AP. Es ist nicht verschlüsselt. Man kann sich also sofort mit dem Handy, Tablet oder Computer mit diesem WLAN verbinden. Sobald man verbunden ist, kann man den Link openspot2.local aufrufen. Es erscheint das openSPOT Menü. Es ist demjenigen des openSPOT (1) sehr ähnlich. Wer sich also mit dem Vorgängermodell auskennt, findet sich sehr schnell mit dem openSPOT 2 zurecht. Zuerst lässt man den openSPOT 2 nach dem eigenen WLAN scannen. Zeigt er dieses an, verbindet man sich mit diesem. Beim ersten Mal ist dann natürlich das WLAN-Passwort des eigenen WLAN einzugeben. Inskünftig erkennt er dieses automatisch.

So nun ist der openSPOT 2 mit dem WLAN verbunden. Das vorherige WLAN openSPOT 2 AP verschwindet. Das Handy, Tablet oder Computer muss nun wieder mit dem eigenen WLAN verbunden werden. Anschliessend ruft man das openSPOT2 Menü auf, indem man im Browser die dem openSPOT 2 zugewiesene IP Adresse eintippt oder man ruft den Link openspot2.local im Browser auf. Das Letztere funktioniert jedoch nur, wenn man nur einen openSPOT 2 im gleichen Netzwerk betreibt.

Erste Tests:

DMR:

Ich habe den openSPOT 2 als erstes mit DMR getestet, da ich mit dem Vorgängermodell in DMR immer wieder mal unsaubere Signale beim Aussenden hatte. Ich habe bis heute 6 openSPOT (1) intensiv getestet. Bei 2 Geräten war das DMR Signal sehr gut, kam aber nie an einen DVMEGA heran. Bei den anderen 3 von mir getesteten openSPOT (1) war das Signal in DMR beim Aussenden mit einigen Unsauberkeiten versehen. Dies bestätigten mir verschiedene OM, welche meine Aussendungen gehört haben. Auch ein eigener Echo-Test bestätigte dies. Nun war ich also gespannt auf die Qualtiät des openSPOT 2. Die Qualität war gut, jedoch immer noch hinter einem DVMEGA. Ich werde in den nächsten Tagen weitere Tests in DMR machen und diesen ersten Testbericht dann aktualisieren. Auf den ersten Blick habe ich keine Kalibrierungsmöglichkeit bei DMR gefunden. Vielleicht ist dies irgendwo versteckt. Ich werde danach weiter suchen. Übrigens bei den Aussendungen werden die BER und die Verlustquote angezeigt. Der openSPOT 2 funktioniert am IPSC2 Server wie auch am Brandmeister Server.

D-STAR:

Ich habe den openSPOT sofort mit dem Modul A eines der österreichischen XLX Reflektoren verbunden. Das empfangene D-STAR Signal der anderen Stationen war einwandfrei. Es war ohne Unterbrüche, Gegurgel oder ähnlichem. Dies war bei den von mir getesteten Vorgängermodellen nicht ganz so sauber. Der openSPOT 2 kann die DCS, XRF, REF und XLX Reflektoren anwählen.

C4FM:

C4FM konnte ich noch nicht testen. Ich werde dies jedoch bald austesten.

 

openSPOT 2 unterwegs:

Ich habe bereits das Vorgängermodell unterwegs betrieben. Ich werde natürlich auch den openSPOT 2 unterwegs testen und berichten. Um alles sehr klein zu halten, empfehle ich, wie ich das bereits beim Vorgängermodell gemacht habe, den Huawei E5770. Dieser hat WLAN an Board und auch eine integrierte Powerbank. Man kann also den openSPOT 2 direkt mit dem USB Kabel mit dem Huawei E5770 verbinden und den Strom für den openSPOT 2 beziehen. Gleichzeitig hat der Huawei E5770 auch einen LAN-Anschluss, falls man noch ein Gerät mit LAN anschliessen will. Achtung der openSPOT 2 hat keinen LAN-Anschluss mehr. Man muss auch keine Angst haben, dass man die Antenne abbricht. Die Antenne ist nämlich im openSPOT 2 integriert und kann nicht wie beim Vorgängermodell oder beim DVMEGA abgebrochen werden.

Auch der openSPOT 2 kann man immer nur mit einem Netz oder einer Betriebsarten laufen lassen. Ein DMRGateway oder dass er DMR und D-STAR gleichzeitig aktiviert hat, ist nicht möglich.

So das wäre es einmal für den ersten Eindruck. Ich werde den openSPOT 2 weiter testen und dann diesen Testbericht aktualisieren. Dies ist im Titel am Datum ersichtlich.

73 Michi OE8VIK

PS: Der openSPOT 2 wird auch Teil der nächsten DMR OE SUPPORT RUNDE sein.